Bevor du startest: der Gesundheits-Check.
Das Wichtigste in Kürze
- Vor dem Start einmal zum Hausarzt – besonders bei starkem Übergewicht.
- Blutwerte, Blutdruck, Schilddrüse und Gelenke geben dir Sicherheit und einen Startpunkt.
- Medikamente können Gewicht beeinflussen – nie eigenmächtig absetzen, immer ansprechen.
Bevor du auch nur eine Kalorie zählst, hat dein erster Schritt nichts mit Essen zu tun: Vereinbare einen Termin bei deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Das ist keine Formalität – es ist die Grundlage, auf der alles andere aufbaut. Gerade bei starkem Übergewicht laufen im Körper oft Dinge ab, die du weder spürst noch siehst, die aber beeinflussen, wie leicht oder schwer dir das Abnehmen fällt.
Was du checken lassen solltest
Sinnvoll sind: Blutdruck, Nüchternblutzucker und HbA1c (Langzeitblutzucker), Blutfette, Leberwerte und die Schilddrüsenwerte (TSH). Eine unbehandelte Schilddrüsenunterfunktion kann den Energieverbrauch messbar senken und macht das Abnehmen unnötig schwer – sie ist gut behandelbar. Erhöhte Leberwerte deuten oft auf eine nicht-alkoholische Fettleber hin, die bei starkem Übergewicht sehr häufig ist. Die gute Nachricht: Sie bildet sich beim Abnehmen meist als Erstes zurück.
Sprich auch über deine Medikamente. Einige häufig verschriebene Mittel – etwa bestimmte Antidepressiva, Betablocker, Kortison oder Insulin – können Appetit oder Gewicht beeinflussen. Das heißt nicht, dass du sie absetzen sollst (das entscheidet immer die Ärztin), aber es erklärt manchmal, warum es bisher zäh war – und oft gibt es Alternativen.
Dein Startpunkt, nicht dein Urteil
Diese Werte sind keine Zeugnisnoten. Sie sind dein Ausgangspunkt – und in ein paar Monaten dein stärkster Motivator. Viele Mitglieder berichten, dass sich Blutzucker, Blutdruck und Leberwerte schon nach fünf bis zehn Prozent Gewichtsverlust deutlich verbessern, lange bevor die Waage ihr Zielgewicht zeigt. Genau dafür machst du das: für Gesundheit, die man messen kann.
Hinweis: Die Inhalte dieser Academy dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Vorerkrankungen, Beschwerden oder starkem Übergewicht sprich vor größeren Ernährungs- oder Trainingsumstellungen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.